Diözesanverband St. Gallen

Wir sind der Diözesanverband St. Gallen
Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Katholischen Bibelwerk (SKB) an der Bibel Interessierten in unserem Bistum, insbesondere den Aktiven im kirchlichen Dienst, helfen
...sachgerecht mit der Bibel umzugehen;
...ihren Sinn zu verstehen;
...ihre Botschaft in christliche Praxis umzusetzen;
...suchenden Menschen die biblische Kultur zu erschliessen.

Gerne helfen wir auch mit
...wenn Sie für ein bibeltheologisches Thema oder eine biblische Problematik eine Referentin / einen Referenten suchen;
...wenn Sie in Ihrer Pfarrei eine Bibelgruppe gründen oder einem bestehenden Bibelgesprächskreis neue Impulse geben möchten;
...Ihr biblisches Angebot in Ihrer Pfarrei bekannt zu machen

Aktuelles

Juliane Schulz, Herisau: Bibliodrama - Neues in der Bibel, im Leben und Glauben entdecken

Kath. Pfarreiheim Herisau

Bibliodrama-Abende 2019
Mittwoch, 28. August, 19.30 Uhr
Dienstag, 26. November, 19.30 Uhr

Die Erzählungen der Bibel laden ein, Menschen- und Glaubensgeschichten aus vergangenen Zeiten zu betrachten. Sie laden aber auch ein, den eigenen Glauben im hier und jetzt zu erfahren.
Im Bibliodrama (Wislikofer Schule) geben Menschen von heute den Figuren und Ereignissen aus der Bibel in ihren Worten eine Sprache. Zugleich wird ein Spiel-Raum eröffnet, in dem sich biblischer Text und das eigene Leben berühren. So können im Miteinander der Gruppe menschliche, religiöse und persönliche Erfahrungen gemacht werden. Vorkenntnisse zum Text/Bibliodrama sind nicht erforderlich. Informationen und Bibelstellen sind im Voraus auf der Homepage der Pfarrei veröffentlicht http://www.kath-herisau.ch/bibliodrama.html.
Auskunft gibt gerne Juliane Schulz.

Mörschwil, Jumhaeim, Schulstrasse: Lectio-divina-Reihe 2019: Biblische Texte lesen - bedenken - diskutieren

Zukunft auch für Fremde

Bis zum Advent wollen wir verschiedene Texte über den Umgang mit Asylanten und Fremden in der Bibel betrachten und diskutieren. Die biblischen Traditionen zeigen dabei eine wesentlich grössere Offenheit und mehr Sensibilität als der zeitgenössische Rechtspopulismus und die politischen Strategien der Ausgrenzung und Marginalisierung alles "Fremden".

Dienstag, 20. August 2019, 19 Uhr, Jumaheim, Mörschwil: Fremd und heimatlos (Genesis 12,1-4)
Abraham verlässt seine Heimat und vertraut seine Zukunft Gott an.

Dienstag, 10. September, 19 Uhr, Jumaheim, Mörschwil:Den Blick weitern. (Markus 7,24-30)
Auch Jesus hat seine Probleme im Umgang mit Fremden. Eine syrophönizische Frau bittet ihn um Hilfe, und Jesus muss erkennen, dass ihr Glaube grösser ist als vermutet.

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr, Jumaheim, Mörschwil:Grenzen überwinden (Apostelgeschichte 10,9-23)
Petrus macht die Erfahrung, dass fremde Gewohnheiten und Menschen dem Glauben nicht entgegenstehen.

Ab Advent beginnen wir mit dem neuen Lesejahr A, in dem das Matthäusevangelium dann an vielen Sonntagen gelesen wird.

Die Vorbereitungsgruppe mit P. Peter Meier, Isabelle Müller-Stewens, Bernd Ruhe, P. Gregor Syska, Remo Wäspi

Rabbiner Dr. Tovia Ben Chorin: Führung durch die Synagoge in St. Gallen.

Donnerstag, 15. August, 18 - 19.30 Uhr

Der St. Galler Rabbiner Dr. Tovia Ben Chorin führt uns durch die Synagoge in St. Gallen und erläutert jüdische Liturgie und Brauchtum, anschliessend besteht Gelegenheit zum Gespräch und Austausch im jüdischen Gemeindezentrum.

Gerne freuen wir uns über eine vorherige kurze Anmeldung im Pfarrhaus Mörschwil bei Bernd Ruhe, 071 866 12 65 oder per Mail b.ruhe@bluewin.ch

Prof. Dr. Dick Boer, Amsterdam: Wenn nichts mehr stimmt. Das Buch Hiob

Montag, 14. Oktober, 19 Uhr, Pfarreisaal im Gemeindezentrum Mörschwil, Horchentalstrasse 3

Dick Boer hat mit seinem neuesten Buch eine äusserst aktuelle Interpretation des Buches Hiob vorgelegt. Wenn nichts mehr stimmt, weil alle bisherigen Gottesvorstellungen und die Hoffnungen auf eine bessere Welt in die Brüche gehen - wie kann ein Mensch dann noch an seinem Gottesglauben festhalten? Es ist nicht nur Gott, der am Ende zu Hiob hält, sondern vor allem Hiob, der an seinem Glauben an den Gott der Befreiung festhält, obwohl alles dagegen spricht.

Dick Boer (geb. 1939) arbeitete an der Universität von Amsterdam im Fachbereich "Geschichte der Theologie im 19. und 20. Jahrhundert". 1984-1990 war er Pfarrer der Niederländischen Ökumenischen Gemeinde in Berlin / DDR. Er ist Mitarbeiter des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus.
Anschliesend: Apero und Gelegenheit zur Diskussion.

Isabelle Müller-Stewens / Bernd Ruhe: Stolpersteine in der Bibel: Judas: Verräter - Teufel - Heiliger?

Vortrags- und Gesprächsabend mit Bildern und anschl. Apero

Montag, 18. November, 19 Uhr, Pfarreisaal im Gemeindezentrum Mörschwil, Horchentalstrasse 3

Judas Iskariot gilt als die verantwortliche Person, die Jesus der Jerusalemer Tempelaristokratie und dem römischen Militär ausgeliefert hat. Für viele Christen wurde er zur Verkörperung des Bösen. Dabei fällt auf, dass bereits die Evangelien unterschiedliche Judasbilder präsentieren. Später wurden diese negativen Vorstellungen mit dem jüdischen Volk verbunden, was seit dem Mittelalter zu schlimmen Diskriminierungen und blutigen Pogromen führte. Wer aber war Judas? Was lässt sich über seine Motive herausfinden? Wir wollen den Evangelien und einigen weiteren Spuren dieser schillernden Persönlichkeit nachgehen.

Angebote für Pfarreien: Vortrag - Gespräch - Bilder
mit Dr. Bernd Ruhe und Isabelle Müller-Stewens

1. Von Gott erzählen mit neuen Wörtern: Entdeckungen in der neuen Einheitsübersetzung

Mitte Dezember 2016 erschien die überarbeitete Einheitsübersetzung der Bibel, die seit 1980 im deutschsprachigen katholischen Raum benutzt wird, insbesondere in der Liturgie. Angesichts umgangssprachlicher Veränderungen und neuer exegetischer Erkenntnisse beschlossen die deutschsprachigen Bistümer nach nunmehr über 40 Jahren eine Überarbeitung dieser Einheitsübersetzung, eine Arbeit die sich durchaus gelohnt hat.
Was aber hat sich genau geändert? An verschiedenen Textbeispielen möchten wir die neue Einheitsübersetzung vorstellen und die Bedeutung der nun abgeschlossenen Übersetzungsarbeit erläutern. Es sind verschiedene spannende, manche belustigende und auch theologisch wichtige Veränderungen, die sich innerhalb der nun vorliegenden Einheitsübersetzung finden

2. Fluchtlinien - Biblische Geschichten von Migration und Heimatlosigkeit

Unterschiedliche Zeiten, Kulturen, Missstände, Unterdrückung, Terror, Hunger und Obdachlosigkeit bewegen Menschen, ihre angestammte Heimat aufzugeben. Oft sind sie sich nicht bewusst, wohin das führt. Bei der Lektüre der verschiedenen Geschichten und Traditionen aber wird klar, dass diese Fluchtlinien von Migration und Heimatlosigkeit ein durchgehendes Thema der Bibel sind und zu den Grunderfahrungen des Menschen gehören. In einem ersten Überblick wollen wir mit verschiedenen Traditionen von Flucht- und Migrationsgeschichten bekannt machen:
- Vertreibung und Exil als Grunderfahrungen des Menschen
- Abraham: einer grossen Hoffnung und Verheissung folgen
- Exodus: Flucht vor menschenunwürdigen Repressionen
- Die Tora: Gesetze zum Schutz für Flüchtlinge
- Rut oder Nehemia: Beziehung statt Abgrenzung
- Jesus: Flucht vor Verfolgung
- Von Jesaja zu Paulus: Völkerwallfahrt zum Zion und himmlisches Bürgerrecht für alle, die Gott suchen.

3. Stolpersteine in der Bibel

Viele Texte der Bibel kommen uns anstössig vor, weil sie in unsere Vorstellungen von einem guten Leben nicht recht passen wollen oder auch nach moralischen Kriterien höchst dubios erscheinen. Mit der Reihe "Stolpersteine in der Bibel" wollen wir solche Texte aufgreifen, von möglichst verschiedenen Seiten beleuchten und diskutieren. Oft verraten sie uns sehr Überraschendes über unsere eigenen Glaubenshaltungen und Glaubenstraditionen.

Bisher ausgearbeitete Themen:
- Führt Gott in Versuchung?" Zur Diskussion der 6. Vaterunser-Bitte
- Die "Opferung Isaaks"
- Paulus mit den Frauen: Die Frau soll in der Versammlung schweigen! (1 Kor 14,34)
- Judas - Verräter, Teufel, Heiliger?

Anfragen an Bernd Ruhe / bernd.ruhe@bibelwerk-sg.ch / Tel. 071 866 12 65